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Cover: Die Wirtschaftsschweinchen Band 4, Warum bleibt so wenig übrig? Kinderbuch über Lohn, Brutto und Netto ab 10 Jahren

Band 4 · ab 10 Jahren

Thema: Lohn, Brutto und Netto

Die Wirtschaftsschweinchen – Band 4: Warum bleibt so wenig übrig?

Brutto und Netto einfach erklärt für Kinder: vom Heusack bis zum Lohnzettel.

Rocky schreibt der Firma eine Rechnung über eine Million Möhren. Als Chef steht ihm das schließlich zu. Mr. Grey fragt nur: Bekommt ein Chef überhaupt Lohn? Und wenn ja, kommt dann auch alles an, was auf dem Zettel steht?

Kurz darauf hupt Gärtner Knut. Er schafft die Arbeit nicht mehr allein und will Jonas einstellen. Daria und Christian rechnen mit und stellen fest: Oben auf dem Lohnzettel steht eine andere Zahl als unten. Und Knut zahlt sogar noch mehr, als oben steht.

  • Von Daria Helck, erschienen bei der FLITCH UG
  • Für Kinder ab 10 Jahren, etwa Klasse 5 bis 7
  • Zweisprachig: jeder Absatz auf Deutsch, direkt darunter auf Englisch
  • 88 Seiten, durchgehend farbig illustriert
  • Als Taschenbuch und als Kindle-eBook

Taschenbuch bei Amazon Kindle-eBook

Darum geht es in Band 4

Alles beginnt mit einem Sack Heu. Knut hat fünf Kilo versprochen, Christians Kofferwaage zeigt sechs, und der Sack selbst wiegt eins. So lernen die Kinder brutto, Tara und netto, und Christian stellt die Frage, die das ganze Buch trägt: Was ist beim Lohn eigentlich der Sack? In Knuts Gärtnerei zeigt Buchhalterin Ina ihnen einen Beispiel-Lohnzettel. Im Gehege stehen danach sechs Schüsseln, und Toffy findet den wichtigsten Satz: Abgezogen ist nicht verloren.

Dann schiebt Rocky heimlich einen eigenen Arbeitsvertrag in die Mappe für Jonas: 3.000 Euro netto, plus Applaus, mit Pfotenabdruck. Der gilt nicht, denn laut ist keine Vollmacht. Rocky gründet die IG Heu und streikt elf Sekunden lang. Am Ende rechnet Knut ehrlich, stellt Jonas mit einem klaren Brutto ein, und Jonas findet damit sogar eine Wohnung.

Brutto und Netto einfach erklärt: das Wissen aus Band 4

Diese Fragen beantwortet das Buch. Hier kurz zusammengefasst, mit den Beispielen aus der Geschichte.

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Knut erklärt es am Heusack: Heu und Sack zusammen nennt man brutto. Zieht man den Sack ab, die Tara, bleibt netto übrig, also das Heu. Beim Lohn ist es ähnlich. Brutto ist die Zahl oben auf dem Lohnzettel, der ganze Lohn, bevor etwas abgezogen wird. Netto ist die Zahl unten, das, was wirklich ankommt. Im Beispiel des Buches sind das 3.000 Euro brutto und ungefähr 2.050 Euro netto. Nur eins ist anders als beim Heu: Beim Lohn wirft man den Sack nicht weg.

Wohin gehen die Abzüge vom Lohn?

Sie fehlen nicht, sagt Ina. Die Lohnsteuer behält der Arbeitgeber ein und bringt sie zum Finanzamt. Die Beiträge für die Versicherungen schickt er auch weiter. Er behält nichts davon. Im Gehege stellen die Schweinchen dafür Schüsseln auf: eine große für die Steuer, aus der Schulen, Straßen und Feuerwehr bezahlt werden, und kleinere für die Versicherungen. Toffys Satz dazu: Abgezogen ist nicht verloren. Es ist nur woanders für jemanden da.

Was ist die Sozialversicherung? Einfach erklärt

Vier Versicherungen, die sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber meistens teilen: Krankenversicherung für Arzt und Krankenhaus, Rentenversicherung fürs Alter, Pflegeversicherung, wenn jemand im Alltag Hilfe braucht, und Arbeitslosenversicherung, wenn jemand seine Arbeit verliert. Mr. Grey betont: Das sind keine Steuern. Die Rente wird auch nicht angespart. Toffy nennt sie eine Futterschüssel durch die Zeit: Heute füllen die, die arbeiten, die Schüssel für die, die schon alt sind. Eine fünfte Schüssel, die Unfallversicherung, zahlt der Arbeitgeber allein.

Was kostet ein Mitarbeiter den Arbeitgeber?

Mehr, als oben auf dem Lohnzettel steht. Bei den vier Versicherungen zahlt auch der Arbeitgeber einen Teil, dazu kommen die Unfallversicherung und ein paar kleinere Pflichtbeiträge. Für Knuts kleine Gärtnerei sind das im Beispiel ungefähr 3.700 Euro. Christian malt es als Treppe: Knut zahlt ungefähr 3.700, brutto stehen 3.000 auf dem Zettel, netto kommen ungefähr 2.050 an. Das richtige Wort dafür heißt Lohnkosten. Rocky nennt es Geisterlohn.

Warum sind 3.000 Euro netto viel mehr als 3.000 Euro brutto?

Rocky verspricht Jonas 3.000 Euro netto, plus Applaus. Christian merkt: Das ist nicht die gleiche Zahl, nur die gleiche Schrift. Bei netto muss man rückwärts rechnen, und bei mehr Lohn werden auch die Abzüge größer. Im Beispiel müssten oben ungefähr 4.750 Euro brutto stehen, und Knut würde insgesamt fast 5.900 Euro zahlen. Über zweitausend Euro mehr, jeden Monat. Jonas sagt dazu: Mir ist ein klares Brutto lieber als ein tolles Netto, das niemand halten kann.

Was ist der Mindestlohn, und woran erkennt man einen fairen Lohn?

Der Mindestlohn ist die Untergrenze für eine Stunde Arbeit. Ina sagt: Der Boden ist nicht die Decke. Und erlaubt ist nicht automatisch fair. Christian schreibt drei Fragen auf, mit denen man einen Lohn prüfen kann: Liegt er über dem Boden? Was zahlen andere für ähnliche Arbeit? Kann der Betrieb ihn dauerhaft bezahlen? Die genaue Zahl steht nur hinten im Buch: 2026 liegt der Mindestlohn bei 13,90 Euro pro Stunde.

Bekommen Chefs eigentlich Lohn?

Kommt darauf an. Wer angestellt ist, bekommt Lohn, auch als Chef. Wer seinen Betrieb selbst besitzt, bekommt nicht automatisch Lohn. Knut erklärt es am Ende selbst: Erst werden Einkauf, Miete, Sprit, Lohnkosten und die anderen Betriebskosten bezahlt. Was dann übrig bleibt, ist sein Gewinn. Davon zahlt er noch Steuern, und ein Teil kommt in die Rücklage. Mr. Grey sagt dazu: Chefsein heißt nicht, zuerst zu nehmen.

Ab wann dürfen Kinder arbeiten?

Hinten im Buch steht es kurz erklärt: Unter 13 ist Arbeiten verboten. Mit 13 und 14 sind leichte Aufgaben erlaubt, zum Beispiel Haustiere betreuen, nur mit dem Ja der Eltern, höchstens zwei Stunden am Tag und nie während der Schule. Ab 15 kommt Ferienarbeit dazu, bis zu vier Wochen im Jahr. Zu Hause mithelfen gehört dazu, dafür gibt es nicht automatisch Geld. Oder wie Mr. Grey sagt: Kurz helfen ist kein Job.

Warum liest man einen Arbeitsvertrag erst und unterschreibt dann?

Weil darin alles Wichtige steht. Knuts Angebot an Jonas: 3.000 Euro brutto im Monat, vierzig Stunden in der Woche, 28 Urlaubstage, sechs Monate Probezeit. Jonas nimmt es mit nach Hause, denn einen Vertrag unterschreibt man nicht zwischen Tür und Angel. Und versprechen darf nur, wer es auch darf. Rockys Pfotenabdruck-Vertrag gilt nicht. Mojitos Satz dazu: Laut ist keine Vollmacht.

Alle Zahlen im Buch und auf dieser Seite sind gerundete Beispiele, Stand 2026, stark vereinfacht. Sie ersetzen keine rechtliche, steuerliche oder sozialversicherungsrechtliche Beratung.

Die wichtigsten Sätze aus dem Buch

Im Buch steht jeder Absatz auf Deutsch und direkt darunter auf Englisch. Hier auch.

„Geld in der Kasse ist noch nicht Gewinn.“

“Money in the box is not profit yet.”

„Ein Lohnzettel ist kein Wunschzettel.“

“A payslip is not a wish list.”

„Abgezogen ist nicht verloren.“

“Deducted is not lost.”

„Laut ist keine Vollmacht.“

“Loud is not permission.”

„Der Boden ist nicht die Decke.“

“The floor is not the ceiling.”

„Es bleibt gar nicht so wenig übrig. Es bleibt nur nicht alles bei einem.“

“There isn’t so little left. It just doesn’t all stay with one person.”

Wörter aus dem Buch: Deutsch und Englisch

Hinten im Buch steht das Wörterbuch der Wirtschaftsschweinchen. Eine Auswahl daraus:

Brutto · gross

Die Zahl oben auf dem Lohnzettel: der ganze Lohn, bevor etwas abgezogen wird.

Netto · net

Die Zahl unten: das, was wirklich ankommt. Und nein, Toffy: kein Snack.

Tara · tare

Das Gewicht der Verpackung. 6 Kilo brutto, 1 Kilo Sack, 5 Kilo Heu netto.

Lohnzettel · payslip

Die Lohnabrechnung, die die Firma ausstellen muss: oben brutto, in der Mitte die Abzüge, unten netto.

Lohnsteuer · income tax

Die Steuer auf den Lohn. Wer mehr verdient, zahlt einen größeren Anteil.

Sozialversicherung · social insurance

Vier Versicherungen, die sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber meistens teilen: Rente, Krankheit, Pflege und Arbeitslosigkeit.

Lohnkosten · labor costs

Alles, was ein Mitarbeiter den Betrieb kostet. Rocky nennt es Geisterlohn.

Mindestlohn · minimum wage

Die Untergrenze für eine Stunde Arbeit. Der Boden, nicht die Decke.

Vollmacht · permission to promise

Die Erlaubnis, für jemand anderen etwas zu versprechen. Ohne sie muss der andere nicht mitmachen, auch nicht bei einem Pfotenabdruck.

Daria Helck, Autorin der Wirtschaftsschweinchen

Ein Wort von Daria

Die wichtigste Einsicht steckt in Toffys Satz: Abgezogen ist nicht verloren. Steuern und Versicherungen verschwinden nicht einfach. Sie bezahlen Dinge, von denen Menschen etwas haben: Schule, Arztbesuche, Rente oder Hilfe bei Arbeitslosigkeit. Die zweite: Ein Mitarbeiter kostet den Betrieb mehr, als oben auf dem Lohnzettel steht. Oder wie Daria am Ende sagt: Es bleibt gar nicht so wenig übrig. Es bleibt nur nicht alles bei einem.

Die Kinder im Buch sehen bewusst einen Beispiel-Lohnzettel, keinen echten. Ob Sie Ihren eigenen zeigen, entscheiden Sie.

Daria Helck im Nachwort von Band 4

Mitmachen und weiterreden

Hinten im Buch heißt es: Rechne wie Christian! Vier Aufgaben, zum Beispiel: Ein Heusack wiegt brutto acht Kilo, der leere Sack ein Kilo. Wie viel Heu ist drin? Dazu kommt ein eigener Taschengeld-Plan: Wie viel bekomme ich, wie viel lege ich zurück, was bleibt für mich? Die Lösungen stehen auf dem Kopf.

Fragen zum Weiterreden

  • Wohin gehen die Abzüge?
  • Warum durfte Rocky nichts versprechen?
  • Woran erkennt man, ob ein Lohn fair ist?
  • Wie viel von deinem Taschengeld legst du zurück?

Das steckt im Buch

  • 10 Kapitel, eine durchgehende Geschichte
  • Jeder Absatz auf Deutsch und direkt darunter auf Englisch
  • Vier Erklärbilder: Heusack, Lohnzettel, Schüsseln und Treppe
  • Das Wörterbuch der Wirtschaftsschweinchen mit 19 Begriffen auf Deutsch und Englisch
  • Die Rechnung aus dem Buch als Beispiel, Stand 2026
  • Rechne wie Christian!: Aufgaben zum Selberrechnen und ein Taschengeld-Plan
  • Gut zu wissen: Arbeiten unter 18
  • Steckbriefe aller Figuren, neu dabei Knut, Ina und Jonas
  • Ein Wort an die Eltern
  • 88 Seiten, durchgehend farbig illustriert

Taschenbuch bei Amazon Kindle-eBook

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