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Band 5 · ab 10 Jahren
Thema: Inflation
Die Wirtschaftsschweinchen – Band 5: Alles wird teurer!
Inflation einfach erklärt für Kinder: vom Möhrenpreis bis zum Warenkorb.
Toffy kennt jedes Möhrenschild auswendig. Deshalb merkt er als Erster, dass ein Bund jetzt 1,10 Euro kostet statt einen Euro. Die zwei Euro in der Schweinchen-Kasse reichen nur noch für ein Bund. Das Geld ist nicht weniger geworden. Es fühlt sich nur weniger an.
Daria und Christian glauben ihm nicht einfach. Sie bauen sich einen eigenen Warenkorb: dieselben Dinge, dieselbe Menge, derselbe Laden, mit Datum. Zehn Euro. Dann 10,40 Euro. Dann 11,30 Euro. Und Gärtner Knut steht vor seiner Tafel und traut sich nicht, den Heupreis zu ändern.
- Von Daria Helck, erschienen bei der FLITCH UG
- Für Kinder ab 10 Jahren, etwa Klasse 5 bis 7
- Zweisprachig: jeder Absatz auf Deutsch, direkt darunter auf Englisch
- 90 Seiten, durchgehend farbig illustriert
- Als Taschenbuch und als Kindle-eBook
Darum geht es in Band 5
Am Zaun taucht Filip auf, der Nachbarsjunge, mit Kamera und Frau Müllers Dackel Zottel. Filip fotografiert Preisschilder, bevor alle sagen: Das war doch schon immer so. Mit seinen Fotos und Christians vier Regeln wird aus einem Gefühl ein echter Vergleich. In Knuts Hofladen zeigt sich: Das Heu ist stark teurer geworden, weil der Sommer trocken war. Und Ina rechnet Knut vor, warum ein Preis keine Laune ist, sondern eine Rechnung.
Rocky gründet erst den Club der alten Preise und hat dann eine noch schlechtere Idee: einen locker gestopften Sack mit dem Schild GLEICHER PREIS. Christians Kofferwaage zeigt vier Kilo statt fünf. Mogelpackung. Toffy ist gekränkt, denn auf dem Sack klebt sein Siegel. Knut schreibt stattdessen ein ehrliches Schild mit Grundpreis. Und am Ende erklärt Mr. Grey, warum eine teure Möhre noch keine Inflation ist.
Inflation einfach erklärt: das Wissen aus Band 5
Diese Fragen beantwortet das Buch. Hier kurz zusammengefasst, mit den Beispielen aus der Geschichte.
Was ist Inflation? Einfach erklärt für Kinder
Mr. Grey sagt es so: Inflation ist, wenn viele Preise über längere Zeit steigen. Das Geld wird dabei nicht kleiner. Es kauft weniger. Daria hat es vorher schon auf den Punkt gebracht: Nicht eine Sache sehr viel. Viele Sachen ein bisschen. Filips Fotos zeigen genau das: Die Eiskugel kostet 1,70 Euro statt 1,60, das Brötchen 47 Cent statt 45, die Busfahrkarte 1,95 statt 1,90.
Ist eine einzelne Preissteigerung schon Inflation?
Nein. Das Heu ist teurer geworden, weil der Sommer trocken war und weniger gewachsen ist. Nächstes Jahr kann es wieder billiger werden. Das ist eine einzelne Preissteigerung. Mojito sagt dazu nur: Keine Inflation. Das ist teures Heu. Daria schreibt den Merksatz des Buches auf: Eine teure Möhre ist noch keine Inflation. Und Christian ergänzt: Ein ganzer teurer Warenkorb schon eher.
Was ist Kaufkraft?
Kaufkraft ist, wie viel man für sein Geld bekommt. Letzten Sommer gab es für Toffys zwei Euro zwei Bund Möhren. Jetzt kostet ein Bund 1,10 Euro, die zwei Euro reichen nur noch für einen, und 90 Cent bleiben übrig. Mr. Greys Satz dazu: Das Geld wird nicht kleiner. Es kauft nur weniger. Und Toffy merkt am Ende: Er hat nichts ausgegeben, und trotzdem ist es weniger geworden.
Was ist ein Warenkorb, und wie wird Inflation gemessen?
Daria und Christian vergleichen einen Korb mit einem Korb: zwei Bund Möhren, zwei Gurken, einen Sack Heu, einen Sack Einstreu. Letzten Sommer kostete das 10,00 Euro, dann 10,40 Euro, zuletzt 11,30 Euro. Für ein ganzes Land gibt es einen großen Warenkorb mit Lebensmitteln, Miete, Kleidung, Fahrkarten und vielem mehr. Das rechnet in Deutschland das Statistische Bundesamt aus, die Zahl heißt Inflationsrate. Im kleinen Korb sieht eine einzelne Preissteigerung schlimm aus. Im großen gleichen sich viele Dinge aus.
Wie vergleicht man Preise richtig?
Mit Christians vier Regeln: dasselbe Ding, dieselbe Menge, derselbe Laden, mit Datum. Fehlt eine, ist es kein Vergleich, sondern eine Erinnerung. Filip stellt noch eine Frage dazu: Woher wissen wir, dass das der normale Preis war und kein Angebot? Seine Fotos von Knuts Tafel, drei Wochen auseinander, liefern den Beweis.
Warum steigen Preise?
Weil alles drumherum teurer wird, sagt Knut: Heu beim Bauern, Strom fürs Gewächshaus, Sprit für den Lieferwagen. Beim Heu kommt der trockene Sommer dazu. Es gibt wenig Heu, und viele wollen es. Wenig Ware und viele Käufer, dann steigt der Preis. Frau Müller, die Zahntechnikerin, kennt das aus ihrem Beruf: Manchmal ist nicht die Arbeit teurer geworden. Manchmal ist es das Material.
Heißt teurer automatisch mehr Gewinn?
Nein. Ina rechnet es für Knut vor: Ein Preis ist nicht nur eine Zahl, ein Preis ist eine Rechnung. Früher kostete ihn ein Sack Heu 4,20 Euro, er rechnete 80 Cent Aufschlag dazu und verkaufte für 5,00 Euro. Jetzt kostet ihn der Sack 5,10 Euro. Für 5,00 Euro würde er mit jedem Sack Verlust machen. Der neue Preis ist 5,90 Euro, und die 80 Cent Aufschlag bleiben 80 Cent. Inas Satz dazu: Teurer heißt nicht automatisch gieriger.
Was ist eine Mogelpackung?
Eine Packung, die aussieht wie vorher, aber weniger enthält. Rocky stopft einen großen Sack locker mit Heu und stellt GLEICHER PREIS davor. Die Kofferwaage zeigt vier Kilo statt fünf. Filip bringt es auf den Punkt: Gleicher Preis ist nur gleich, wenn auch gleich viel drin ist. Knut erklärt, was erlaubt ist: Man darf kleinere Säcke verkaufen, aber dann muss es dranstehen. Wenn der Sack aussieht wie vorher, obwohl weniger drin ist, dann täuscht er.
Was ist der Grundpreis?
Der Grundpreis sagt, was ein Kilo kostet, erklärt Ina. Er macht große und kleine Packungen vergleichbar und steht zu Hause auch auf Mehl, Reis oder Saft. Meistens liest ihn nur keiner. Christian rechnet: 5,90 Euro für fünf Kilo sind 1,18 Euro pro Kilo. Rockys Sack mit 5,00 Euro für vier Kilo kostet 1,25 Euro pro Kilo. Der gleiche Preis ist also teurer als der teure Preis.
Alle Preise im Buch und auf dieser Seite sind erfundene, gerundete Beispiele. Echte Preise ändern sich laufend. Das Buch erklärt Preise, Kaufkraft und Inflation stark vereinfacht und ersetzt keine wirtschaftliche oder finanzielle Beratung.
Die wichtigsten Sätze aus dem Buch
Im Buch steht jeder Absatz auf Deutsch und direkt darunter auf Englisch. Hier auch.
„Ein Preis ist nicht nur eine Zahl. Ein Preis ist eine Rechnung.“
“A price is not just a number. A price is a calculation.”
„Das Geld wird nicht kleiner. Es kauft nur weniger.“
“The money doesn’t get smaller. It just buys less.”
„Teurer heißt nicht automatisch gieriger.“
“More expensive does not automatically mean greedier.”
„Gleicher Preis ist nur gleich, wenn auch gleich viel drin ist.“
“The same price is only the same if the same amount is in it.”
„Mit Vertrauen macht man keine Tricks.“
“You don’t play tricks with trust.”
„Eine teure Möhre ist noch keine Inflation.“
“One expensive carrot is not inflation yet.”
Wörter aus dem Buch: Deutsch und Englisch
Hinten im Buch steht das Wörterbuch der Wirtschaftsschweinchen. Eine Auswahl daraus:
Kaufkraft · purchasing power
Wie viel man für sein Geld bekommt. Zwei Euro bleiben zwei Euro, kaufen aber weniger.
Warenkorb · shopping basket
Immer dieselben Dinge, an denen man misst. 10,00 auf 10,40 auf 11,30 Euro.
Preisvergleich · comparing prices
Gleiche Ware, gleiche Menge, gleicher Laden, mit Datum.
Angebot und Nachfrage · supply and demand
Wenig Heu, viele Käufer: Der Preis steigt.
Aufschlag · markup
Was Knut am Ende auf seine Kosten rechnet. Bei ihm achtzig Cent.
Mogelpackung · deceptive package
Sieht aus wie vorher, aber es ist weniger drin. Weniger Inhalt ist erlaubt, täuschen nicht.
Grundpreis · unit price
Was ein Kilo kostet. 1,18 Euro gegen 1,25 Euro.
Inflation · inflation
Viele Preise steigen über längere Zeit. Man bekommt für dasselbe Geld weniger.
Inflationsrate · inflation rate
Um wie viel Prozent der große Warenkorb in einem Jahr teurer wurde. Das rechnet das Statistische Bundesamt aus.
Ein Wort von Daria
Liebe Eltern, in diesem Band merken Daria, Christian und die vier Meerschweinchen, dass dasselbe Geld plötzlich für weniger reicht. Sie fangen klein an, mit einem Bund Möhren, und enden bei der Frage, wie ein ganzes Land misst, ob alles teurer wird.
Zwei Einsichten tragen das Buch. Die erste ist Mr. Greys Satz: Das Geld wird nicht kleiner. Es kauft nur weniger. Die zweite kommt von Ina: Ein Preis ist keine Laune, sondern eine Rechnung — und ein höherer Preis bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn. Knut verdient am Ende an einem Sack Heu keinen Cent mehr als vorher.
Der Grundpreis am Supermarktregal ist dafür der beste Übungsplatz, den es gibt, und er kostet nichts.
Daria Helck im Nachwort von Band 5
Mitmachen und weiterreden
Hinten im Buch heißt es: Rechne wie Christian! Fünf Aufgaben, zum Beispiel: Ein Sack wiegt vier Kilo und kostet 5,00 Euro. Was kostet ein Kilo? Dazu kommt ein eigener Warenkorb: drei Dinge, die dein Kind oft kauft, was sie heute zusammen kosten, mit Datum. In einem Jahr wird noch einmal nachgerechnet. Die Lösungen stehen auf dem Kopf.
Fragen zum Weiterreden
- Was gehört in euren Warenkorb?
- Warum reicht es nicht, sich an einen alten Preis zu erinnern?
- Woran erkennt man eine Mogelpackung?
- Wofür reicht dein Taschengeld heute, und wofür in einem Jahr?
Das steckt im Buch
- 10 Kapitel, eine durchgehende Geschichte
- Jeder Absatz auf Deutsch und direkt darunter auf Englisch
- Sechs Erklärbilder, unter anderem zu Kaufkraft, Warenkorb und Grundpreis
- Das Wörterbuch der Wirtschaftsschweinchen mit 22 Begriffen auf Deutsch und Englisch
- Alle Rechnungen aus dem Buch auf einen Blick
- Rechne wie Christian!: fünf Aufgaben und ein eigener Warenkorb
- Gut zu wissen: Wie man Preise wirklich vergleicht
- Steckbriefe aller Figuren, neu dabei Filip, Frau Müller und Zottel
- Ein Wort an die Eltern
- 90 Seiten, durchgehend farbig illustriert
Die anderen Bände
Jeder Band erklärt ein eigenes großes Thema und ist für sich lesbar.



